Fragebogen Wechselmodell vs. Residenzmodell

Fragebogen Wechselmodell vs. Residenzmodell

Share

Trennungskinder und ihre Lebensqualität –
Onlinefragebogen Wechselmodell vs. Residenzmodell

Die Psychologiestudentin Frau Andrea Ludwig fertigt Ihre Bachelorarbeit zum Thema Residenz- und Wechselmodell. Hierfür sucht sie Kinder und Elternteile, die gerne den Onlinefragebogen ausfüllen, um ihre wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen.
Der Onlinefragebogen richtet sich an das betroffene Kind und an eines seiner Elternteile.
Dem Kind werden Fragen zu seiner Lebensqualität gestellt (Familie, Freunde, Schule, Selbstwert, körperliches Wohlbefinden).
Der nächste Teil richtet sich an Vater bzw. Mutter: es werden ebenfalls Fragen zur Lebensqualität des Kindes gestellt und im Anschluss wird die Lebenssituation des Kindes erfragt (Soziodemographische Variablen und Lebensmodell des Kindes).
Insgesamt dauert die Beantwortung der Kinder- und Elternfragen ca. 15 Min. (oder weniger). Mein Sohn (8 Jahre) hat für die Kinderfragen ca. 5 Min gebraucht.

Der Fragebogen Wechselmodell vs. Residenzmodell richtet sich an folgenden Personenkreis:

  • Kinder zwischen 8 und 12 Jahre
  • deren Eltern seit mind. 2 Jahren Jahren getrennt sind, aber zur Geburt des Kindes ein Paar waren
  • Das Kind lebt abwechselnd bei Mutter und Vater oder hauptsächlich bis ausschließlich bei der Mutter (das Kind hat jedoch mind. 1x im Monat Kontakt zum Vater).

Ausgeschlossen ist folgender Personenkreis:

  • Adoptiv- und Pflegekinder, sowie alle Kinder die in einer anderen Betreuungsform leben
  • Kinder, die keinen Kontakt zum Vater aufweisen

Der Fragebogen ist anonym. Das heißt, dass keine Namen, Adressen oder Geburtsdaten abgefragt werden. Es werden keine belastenden Fragen gestellt. Am Ende der Befragung gibt Frau Andrea Ludwig ihre E-Mail Adresse preis, damit die Teilnehmer Kontakt aufnehmen können, wenn sie die Arbeit lesen oder Ergebnisse sehen möchten. Bei Fragen können Sie Frau Ludwig jederzeit kontaktieren!

Hier gehts zum Onlinefragebogen „Trennungskinder und ihre Lebensqualität – Wechselmodell vs Residenzmodell“.

Das Piano-Elternnetzwerk freut sich über Ihre Teilnahme und verbleibt mit einem herzlichen Dankeschön!

Share

6 thoughts on “Fragebogen Wechselmodell vs. Residenzmodell

  1. Evi Lamert

    Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass es natürlich unzählige Residenzmodellfamilien mit gutem und gleichwertigem Kontakt zu beiden Eltern gibt. In meinem privaten Umfeld finden sich fast ausnahmslos diese Familien. Es ist ebenfalls eine Frage der Stichprobenauswahl, ob man auf die Daten dieser Familien zurückgreifen möchte, oder nicht.

  2. Evi Lamert

    Sehr geehrte Frau Friedrichs, danke für Ihre Antwort. Seit ca. einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema „Studien zum Wechselmodell“ und bin auf die traurige Entdeckung gestoßen, dass eben keine öffentliche Diskussion über die einseitige Stichprobenverteilung stattfindet. Stattdessen werden die Einschränkungen auf diversen Doppelresidenzplattformen und in sozialen Netzwerken konsequent verschwiegen, so geschehen beispielsweise bei den großen schwedischen Bergströmstudien, bei denen im Anhang die Einschränkungen sehr wohl genannt, in der Öffentlichkeit jedoch verheimlicht werden.
    Ein Nennen der Einschränkungen im Anhang genügt nach meinem Dafürhalten nicht, da mit solchen Studien in der Zeit von alternativen Fakten § Co. massiv Politik gemacht wird. Die Veröffentlichung von Ergebnissen, bei denen die Gruppen eben NICHT miteinander vergleichbar sind, führt daher nicht zur Deeskalation, sondern zieht einen einen Anstieg der Umgangsprozesse nach sich. Ich verweise auf das mediale Interesse nach dem BGH – Urteil, mit welchem Anwälte werben, um neue Kundschaft zu rekrutieren.
    Eine wirkliche Lösung wäre eine wissenschaftliche Studie, die die Vergleichsgruppen hinsichtlich des Konfliktniveaus und der Freiwilligkeit des gewählten Modells angleicht.

  3. Evi Lamert

    Diese Untersuchung lässt sich NICHT dafür verwenden, allgemeine Schlüsse über die Gesundheit von Kindern im Wechselmodell im Vergleich zu Kindern im Residenzmodell zu ziehen: An der Befragung werden wegen der Rechtslage in Deutschland fast ausschließlich Wechselmodellfamilien teilnehmen, die dieses Modell FREIWILLIG leben. Ein Vergleich zwischen Wechselmodell und Residenzmodell ist mit diesem Setting NICHT möglich, weil beide Gruppen in den wichtigen Validitätskriterien Freiwilligkeit und Konfliktniveau nicht übereinstimmen. Wenn solche Untersuchungen wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse liefern sollen, dann müsste man die Residenzmodellgruppe gleichfalls einschränken: Man dürfte nur Residenzmodellfamilien zulassen, bei denen folgende Bedingungen gegeben sind: 1. Enger Kontakt zu beiden Eltern, 2. Freiwilligkeit des gelebten Modells (Zustimmung von beiden Eltern zum gelebten Modell). Diese beiden Kriterien sind bei nahezu allen derzeit verfügbaren Forschungen zum Wechselmodell nicht beachtet worden. Diese Forschungen sind daher wissenschaftlich wertlos. Im Sinne der Kinder fordere ich dazu auf, wissenschaftlich korrekt zu arbeiten, da falsche wissenschaftliche Erhebungen zu einer Schädigung von Kindern führen können.

    1. Sehr geehrte Frau Evi Lammert,

      Ihre Kritik werden wir an Frau Ludwig weiterleiten. Es liegt nicht im Sinne unseres Vereins, die wissenschaftliche Ausgestaltung des Fragebogens zu bewerten. Unser Anliegen ist die konstruktive Annäherung von Müttern und Vätern auf Elternebene, für eine bestmögliche Lebensqualität von Trennungskindern.

      1. Evi Lamert

        Sehr geehrte Frau Friedrichs, eine Annäherung würde auch in meinem Sinne liegen, da sie immer und in jedem Falle den Kindern zugute kommt. Eine Annäherung erreicht man jedoch nur dann, wenn nicht alternative Fakten in der Presse verteilt werden oder Studien promotet werden, die alternative Fakten produzieren. Durch ein falsches wissenschaftliches Vorgehen können Kinder nachweislich geschädigt werden, weil sie einen Teil der Kinder (Kinder im erzwungenen Wechselmodell) unterrepräsentierten und dadurch zu falschen rechtlichen Schlüssen verleiten. So werden Konflikte angeheizt, statt verringert. Mit genau diesen alternativen Fakten werben derzeit z.B. einschlägige Anwaltsvereine dafür, Umgangsverfahren neu aufzurollen. Dies kann nicht im Sinne der Kinder sein, und schon gar nicht, wenn daran auch noch Leute verdienen.

        1. Sehr geehrte Frau Evi Lamert,
          unsere Webseite und unser Account in den sozialen Medien dient als Plattformen für Eltern und Interessierte, die über das Wechselmodell oder offene Residenzmodell in den Dialog treten möchten. Hierbei ist es uns sehr wichtig, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen und Platz für Meinungsvielfalt zu ermöglichen und zu bewahren. Unsere eigenen politischen Forderungen sind auf unserer Webseite ersichtlich. Ich stimme mit Ihnen überein, dass es leider zu viele Menschen gibt, die mit dem Leid von Nachtrennungsfamilien Geld verdienen.

          Gerne möchte ich an dieser Stelle noch mal Raum für die Antwort von Frau Ludwig schaffen, die heute auf Ihren Kommentar geantwortet hat:

          Ich möchte mich auch für die Kritik bedanken und im folgenden darauf eingehen:

          Selbstverständlich lassen sich keine ALLGEMEINEN Schlüsse über die Gesundheit von Kindern im Wechsel- und Residenzmodell ziehen. Es geht an der Stelle um die Lebensqualität der Kinder. Die Lebensqualität (subjektives Wohlbefinden) ist ein subjektives Konstrukt und kann deshalb nur vom Individuum selbst beantwortet werden. Deshalb richtet sich der Fragebogen u.a. an die betroffenen Kinder. Die Stichprobe wird sich aus verschiedenen Populationen zusammensetzen: die Daten werden nicht nur durch die Onlinebefragung gesammelt. In Schulen, Horteinrichtungen und Familienberatungsstellen werden ebenfalls Daten gesammelt (diese werden getrennt berechnet).
          Der enge Kontakt zu beiden Elternteilen im Residenzmodell schließt sich durch seine Definition aus: „Im Domizil- oder Residenzmodell wird das Kind vornehmlich von einem Elternteil betreut und hält die Beziehung zum anderen Elternteil durch Besuche und Umgangskontakte (nicht mehr als 30% […]) aufrecht. (…).“ (Salzgeber & Blubath, 2016).
          Der Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht daher u.a. darin, dass die Kinder im Residenzmodell weniger Kontakt zum anderen Elternteil haben. Aus dem Grund ist ein „enger Kontakt“ erschwert.
          Natürlich kann man argumentieren, dass das Konfliktniveau der Eltern ebenfalls die Lebensqualität des Kindes beeinflusst. Dies ist auch für weitere Variablen vorstellbar: Erziehungsverhalten, Bindungsstil, Beziehung zu den Eltern, Kommunikationsoffenheit, Persönlichkeit…
          Die Überlegungen, dass sich das Konfliktniveau in beiden Gruppen unterscheiden könnte und deshalb die Ergebnisse beeinflussen könnte, ist (zumindest für die Onlinestichprobe) richtig. Dennoch ist es kein wissenschaftlich unbrauchbares Vorgehen. Wissenschaftliches Arbeiten, v. a. in den Sozialwissenschaften, ist immer ein Arbeiten mit kleinsten „Puzzleteilen“. Lassen sich Unterschiede entdecken, muss man sich kritisch mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Dafür ist der Diskussionsteil einer Abschlussarbeit da. Auch müssen Empfehlungen und Verbesserungen für zukünftige Forschungsprojekte formuliert werden. In Deutschland wurde bis dato kaum bis gar nicht zum Thema Wechsel- und Residenzmodell geforscht, was in Anbetracht der hohen Scheidungs- und Trennungsrate von Eltern tragisch ist. Aus dem Grund freue ich mich, wenn viele Betroffene mitmachen. Vielleicht wird die Forschung in Zukunft ihren Blick mehr auf dieses Thema richten.
          (Originalzitat von Frau Ludwig)

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*