Dem Vater Kind entzogen

Dem Vater Kind entzogen

Jugendamt entzieht kosovarischen Vater Kind

Viola S. und ihr Lebensgefährte Kaytaz S. sitzen jeden Morgen mit ihren drei Kindern gemeinsam am Frühstückstisch. Doch seit Jahren ist ein Platz in ihrer Mitte leer.  Die 29 jährige Deutsche und ihr kosovarischer Partner kennen sich seit sechzehn Jahren. Vertraut und liebevoll reichen sie sich die Hände. Zu schmerzlich ist der Verlust ihres Sohnes Adrian, der anscheinend aufgrund von Fremdenhass und Vorurteilen gegenüber des ausländischen Vaters, auf amtlicher Ebene seitens des Jugendamtes willkürlich aus der Familie gerissen wurde.

Adrians Vater, Kaytaz S. floh 1992 während des Krieges als politisch Verfolgter aus dem Kosovo. Das junge Paar lernte sich in Deutschland kennen und wuchs, mit der Geburt des gemeinsamen Sohnes 2007, endgültig zu einer richtigen Familie zusammen.
Viola S. und ihr Partner waren überglücklich, gemeinsam Eltern geworden zu sein. Während der kosovarische Vater und seine Partnerin immer wieder den Hürden und Schikanen der deutschen Ausländerbehörde ausgeliefert waren, hielten sie als Liebes- und Elternpaar fest zusammen. Liebevoll kümmerten sie sich um ihren Säugling. Besonders viel Geduld, Zuwendung und Pflege brauchte ihr Sohn, der an 3-Monats-Koliken litt.

>>Besorgt begleitete er seinen Sohn mit ins Kinderkrankenhaus<<

Da sei das Baby des Nachts aus dem elterlichen Bett gefallen, wobei der Vater – Lebensgefährte von Viola S. – noch versucht habe, den Sturz zu verhindern, indem er das Kind an einem Bein fasste und zurück zu sich ins Bett zog. Am nächsten Morgen bemerkte Viola S., dass es ihrem Baby schlechter ging und der Junge übermäßig viel schrie. Ihr fiel bei der morgendlichen Pflege ihres Nachwuchses auf, dass dieser einen Beinbruch erlitten haben musste. Der Vater alarmierte sofort den Krankenwagen, um sein Kind schnellstmöglich im Krankenhaus professionell versorgen zu lassen.  Besorgt begleitete er seinen Sohn mit ins Kinderkrankenhaus.
Doch das Schicksal spielte dem Elternpaar unglücklich in die Karten. Violas kosovarischer Partner wurde der Mißhandlung des eigenen Sohnes bezichtigt. Ungläubig und geschockt, weinend saß der aufgelöste Vater im Krankenzimmer seines Sohnes. Beteuerte immer wieder seine Unschuld! Die junge Mutter Viola S. war am Boden zerstört. Mit aller Überzeugungskraft appellierte sie an die Vernunft aller Beteiligten des mittlerweile eingeschalteten Jugendamtes. Erklärte auch gegenüber der Polizei, dass ihr Partner ein ruhiger und besonnener Mensch sei, der niemals seinen eigenen Sohn misshandelt habe. Immer wieder gab die Mutter der Jugendamtsbehörde zu verstehen, dass sie niemals negative oder gar gewalttätige Erfahrungen mit ihrem Partner gemacht habe. Doch das Jugendamt nahm den Säugling willkürlich aus der Familie raus. Immer wieder drängte die Sachbearbeiterin darauf, das Viola S. sich von ihrem kosovarischen Partner trennen müsse, um ihr Kind wiederzuerlangen.

„Menschen, die Krieg erlebt haben, neigen zu Gewalttätigkeiten“, begründete Frau P. vom Jugendamt ihrer Forderung auf Trennung der Kindeseltern. Viola und ihr Partner fühlten die abwertende, fremdenfeindliche Stimmung der Sachbearbeiterin des Jugendamtes. Klischees und ausländerfeindliche Vorurteile säumten die Gespräche seitens des Jugendamtes mit den Eltern.

Geschockt- nahezu ohnmächtig mussten die beiden Eltern erleben, wie ihnen nicht nur der eigene Sohn entrissen wurde, sondern spürten am eigenem Leib, was es bedeutet, wenn fremdenfeindliche Amtsinhaber schamlos ihre Macht ausspielen, um Menschen ihren Idealvorstellungen einer Gesellschaft zu unterwerfen, in der kein Platz für binationale Elternbeziehungen ist und Kriegsflüchtlinge grundsätzlich als „Gewalttäter“ zu bezeichnen und zu behandeln sind.
Der kleine Adrian ist heute sieben Jahre alt und lebt seit seiner frühesten Kindheit bei Pflegeeltern. Seinen leiblichen Eltern wird bis zum heutigen Tage der Kontakt zu ihrem Sohn beinahe vollständig boykottiert oder auf ein Minimum an Zeit, teilweise 1 Stunde Umgang alle drei Monate, reduziert. Kaytaz S. und Viola S. haben noch zwei weitere Kinder bekommen. Die beiden Geschwister haben noch nie Gewalt bei ihren Eltern erlebt. Ehrenamtlich ist Viola S. in der Schule und auch auf kommunaler Ebene tätig. Viele Menschen haben ihr bereits Mut und Anteilnahme zugesprochen. Immer wieder bekommt sie auch tatkräftige Unterstützung, doch die Jugendamtsbehörde und das Familienrechtssystem, was diese Familie über Jahre hinweg immer wieder durch die „eigenen Mühlen“ zermürbt hat, beruft sich heute darauf, dass der kleine Adrian nun bereits seit so langer Zeit bei einer Pflegefamilie lebe, dass dies wohl auch am Besten seinem Kindeswohl entspräche! Hierbei ist anzumerken, dass der kleine Adrian bereits zwei Mal in unterschiedlichen Pflegefamilien umher gereicht wurde. Der kosovarische Vater wurde im Übrigen des Vorwurfs der Misshandlung seines Sohnes Adrian bei Gericht freigesprochen! Für die betroffenen Eltern ist diese einschneidende Lebenserfahrung und der damit verbundene Verlust ihres Sohnes hochgradig traumatisierend gewesen. Der hier geschilderte Vorfall der betroffenen Eltern unterlag dem Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes Rheine in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Wilhelmshaven. Ein trauriges Beispiel. Korruption und Willkür im deutschen Familienrechtssystem und dem damit verbunden „Helfersystem“ ist oftmals kaum mehr zu übersehen und ehrlich gesagt, mit gesundem Menschenverstand, auch nicht mehr als unglückliche Einzelfälle  abzufertigen.

In den vergangenen Jahren unternahm das Elternpaar immer wieder Versuche, Hilfe durch öffentliche Institutionen oder das Bundesministerium zu erlangen. Doch nie fühlten sich die Empfänger verantwortlich, die Violas Hilferufe und Bitten, für mehr Unterstützung und Aufklärung, erhielten.


Für den Bereich Wilhelmshaven gibt es für Betroffene unabhängige Hilfe vor Ort: „CUS – Soziale Eltern“



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