Beziehungsglück

Beziehungsglück

Beziehungsglück und Trennungskultur

Kevin und Gloria haben sich nach ca. zweieinhalb Jahren getrennt. Warum sich der Prinz und seine Prinzessin getrennt haben, weiss niemand so genau. Ist aber nicht so wichtig, es wird für beide nicht die letzte gescheiterte Beziehung sein, denn beide blicken schon auf einige gescheiterte Beziehungen zuvor zurück.

Beide sind Einzelkinder gewesen: verhätschelt, behütet, geschützt.
Ihre Realitätswahrnehmung ist auffällig, eine Empathiefähigkeit de facto nicht vorhanden. Eine Konfliktkultur wurde nie entwickelt oder gebraucht. Für beide ist Verantwortung und Reflexionsfähigkeit, gar die Frage nach der eigenen Schuld, ein Fremdwort. So lange Schuldige immer außerhalb der Beziehung zu finden waren, klappte es mit den beiden. Doch funktioniert so ein Lebens- und Gefühlsmodell bei Menschen wie Kevin und Gloria allerdings nie länger als drei Jahre.

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus …

Hans Kreimel schreibt auf auf seinem Blog zu Themen wie Muttertag, Kinder-Mafia oder auch Beziehungsglück. Er hinterfragt, ob das andere Geschlecht anders kommuniziert, mit Konflikten oder Nähe anders umgeht? Kann ich akzeptieren, dass das andere Geschlecht andere Wertvorstellungen und Wahrnehmungen hat als das eigene?

Wie steht es mit der Beziehungsfrage „Wer hat schuld“
Ist immer der Andere schuld? Muss ich immer Schuld wegargumentieren, hin- und herschieben? Bin ich ein eigenverantwortlicher Mensch, der sich zuerst fragt, was könnte ich falsch gemacht haben, und nicht sofort jede Schuld von sich schiebt?

In über 70 Beiträgen nähert Hans Kreimel sich der zwischenmenschlichen Beziehung von Frau und Mann, u.a. in der jeweiligen Elternrolle und in realistischen Kontexten einer Trennungsfamilie. Kreimel öffnet immer wieder kleine Türen zu traurigen, bedenkenswerten und lebensbejahenden Kurztexten und Statements. Frisch, nicht überladen– aber auch nicht immer die einfachste Kost.

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