Jugendamt ohne angemessene Reflexionsfähigkeit

Jugendamt ohne angemessene Reflexionsfähigkeit

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Jugendamt ohne angemessene Reflexionsfähigkeit für eigene Amtsfehler:

Claudia B,  Mutter eines Sohnes, kämpft um ihr Kind und um Rehabilitation.
Das Jugendamt Neukölln in Berlin betreute die Trennungsfamilie um Claudia B. und unterstellte der Mutter, im Kontext auf ein laufendes Sorgerechtsverfahren, ohne den Hintergrund einer fachärztlichen Diagnostik, ein psychisches Krankheitsbild. Claudia B. verlor daraufhin vor Gericht das Sorgerecht und wendete sich schließlich an das Abgeordnetenhaus Berlin, welches Kontakt zum verantwortlichen Bezirksstadtrat aufnahm und um Stellungnahme bat. Der Bezirksstadtrat räumte im Antwortschreiben, nach Schilderung der Bemühungen des Jugendamtes, die betroffene Mutter und das Kind  während deren schwierigen familiären Situation, unterstützt zu haben, schließlich ein, dass es hinsichtlich des Gesundheitszustandes von der betroffenen Mutter, seitens der damaligen Sachbearbeiterin zu einer Fehleinschätzung gekommen sei. Die verantwortliche Sachbearbeiterin hätte jedoch mit der Bitte um Entschuldigung, bezüglich Ihrer Falschbehauptung zum Gesundheitszustand der Mutter, sachgerecht und angemessen gehandelt.

Was in diesem Fall für die verantwortliche Sachbearbeiterin ein berufliches Malheur (umgangssprachlich: Unglücksfall) ohne weitere Konsequenzen bedeutet, zerstört einem hilfesuchenden Elterteil das Leben. Die Schuld wird, wie in diesem Paradebeispiel, gerne herumgereicht. Die Verantwortlichen verweisen auf die Strukturen des deutschen Familienrechtsystems und Helfersystems:

 

<<Das Jugendamt unterstütze das Familiengericht, entschiede aber nicht selbst>>

Hierbei ist anzumerken: Der Richter  kann sich ein eigenes Bild der Betroffenen erstellen, kann aber auch schlicht der Empfehlung eines Sachverständigen für familienpsychologische Gutachten oder des Jugendamtes folgen, um ein Urteil zu fällen oder auf einen Vergleich zwischen den Parteien hinzuwirken.

Selbst eine eingerichtete Ombudsstelle in Berlin Neuköln kann, laut Aussage Claudia B., nirgends wirklich Einfluss nehmen und hilfesuchenden Eltern(teilen) weiterhelfen, denn Sorge -und Umgangsrecht darf seitens der Ombudsstelle nicht behandelt werden, obwohl die Thematik dort gerne bedient werden würde.

Claudia B. kämpft weiter um Rehabilitation und um Gerechtigkeit.
Angesichts der Tatsache, dass die betroffene Mutter für Ihr Ziel, das Sorgerecht für ihren Sohn wieder zu erlangen, eine vertrauensvolle Kooperation zu dem zuständigen Jugendamt wieder aufbauen soll, das selbst nicht in der Lage zu sein scheint, das eigene Fehlverhalten angemessen zu reflektieren und  den angerichteten Schaden zu korrigieren, lässt die Spitze von Amtswillkür im Jugendhilfesektor nur erahnen. Logischerweise sollte die eigene Reflexionsfähigkeit eines Jugendamtes ganz oben auf der eigenen Kompetenzen-Liste platziert sein, um die Qualität eigener Leistungen zu verbessern. Claudia B. wird laut Antwortschreiben des Bezirksstadrates nun empfohlen, an einem familienpsychologischen Gutachten teilzunehmen. Angesichts der aktuellen Studie, die jedes dritte familienpsychologische Gutachten als falsch entlarven konnte, eine äußerst umstrittene Hilfestellung, welche der betroffenen Mutter nun angeraten wird.

Für uns als Verein eine weitere tragische Geschichte von Hunderten, die uns in unseren politischen Forderungen und unsere Wahrnehmung bestärkt, aktiv die Willkür und fehlenden Standards im Familienrechtssystem und angeschlossenem Helfersystem öffentlichkeitswirksam zu fokusieren.

Wir wünschen Claudia B. an dieser Stelle alles erdenklich Gute auf Ihrem schweren Weg und
und werden über den weitern Verlauf ihrer Geschichte berichten.

Reflexionsfähigkeit

 

Reflexionsfähigkeit
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One thought on “Jugendamt ohne angemessene Reflexionsfähigkeit

  1. Susanne

    Mir ist es ähnlich ergangen. Auf Anraten des JA würde mir ohne Gutachten das Sorgerecht entzogen. Und am OLG hatte mein Gutachten alles richtig erkannt. Das JA sagt heute noch “ finden Sie sich ab“
    🙁

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