Vision Paritätsmodell

Wechselmodell: Das Kind in der integrativ-paritätisch geführten Nachtrennungsfamilie

wechselmodellDie selbstverständliche Lebensform der traditionellen Familie unterliegt seit Jahren dem Wandel der Zeit. Es werden stets neue Lebensmodelle für Familien wie Alleinerziehende, paritätisch betreuende Eltern, gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern oder Patchworkfamilien gesellschaftlich anerkannt, gefördert oder analysiert und kritisch diskutiert. Erschütterten Trennungen die Kinder vergangener Generationen noch erheblich, indem deren anerzogenes und gesellschaftlich vorgelebtes familiäres Ordnungsgefüge destabilisiert wurde und die Kinder oftmals, in Form einer Trennungsfolge, einen Elternteil beinahe gänzlich, bezüglich Kontakt und Umgang, verloren– ist die Gesellschaft heute um so bemühter, betroffene Familien darin zu unterstützen, ihre Kinder unbeschadet in eine moderne kindgerechte Nachtrennungsfamilie zu überführen.

Das Kind im Mittelpunkt

Hierbei steht das Kindeswohl in seiner Definition und Ausgestaltung im Mittelpunkt. Wir, als Verein paritätisch betreuender Eltern, sehen im Wandel der starren traditionellen Familienform und ihrer damit verbundenen Rollenbilder eine Lebensbereicherung und Chance für eine gesunde und zeitgemäße Auseinandersetzung mit unseren vielfältigen Beziehungsgeflechten. Trennungen oder gar Ehescheidungen müssen für involvierte Kinder betroffener Eltern nicht mehr zwangsläufig eine seelische Erschütterung oder gar ein Trauma, mit Folgeschäden, bedeuten.
Viel mehr gehen Kinder, dessen Eltern sich emotionskontrolliert, selbstreflektiert und lösungsorientiert trennen, gestärkt aus der Familienkrise hervor und entwickeln sich sozial kompetenzbezogen weiter. Diese Kinder erleben die eigenen Eltern während der Trennungsphase zwar auch mal verärgert, enttäuscht oder gar traurig, aber stets bindungstolerant und wertschätzend gegenüber dem anderen Elternteil.

Qualität statt Quantität

Ein integrativ-paritätisch geführtes Betreuungs- und Lebensmodell innerhalb einer Nachtrennungsfamilie muss nicht zwangsläufig ein Doppelresidenz-, bzw. Wechselmodell oder gar Nestmodell bedeuten. Empfinden wir persönlich als Vereinsvorstände des PIANO-Elternnetzwerkes mit Langzeiterfahrung im Bereich „Integratives Wechselmodell“ ein Lebensmodell wie das unsere als absolute Bereicherung, so möchte ich dennoch unterstreichen, dass die Qualität einer Eltern-Kind-Beziehung und das kindliche Wohlergehen, nicht zwangsläufig durch Quantität elterlicher Anwesenheit innerhalb eines Betreuungsmodelles wie dem Doppelresidenz-, bzw. Wechselmodell oder Nestmodell gesichert ist. Es gibt auch klassische Betreuungsmodelle innerhalb von Nachtrennungsfamilien, mit erweiterten Umgangszeiten z.B. innerhalb der Woche und/oder uneingeschränkten Telefonkontakten, die absolut responsiv und paritätisch erfolgen, sodass dem betroffenen Kind beide Eltern qualitativ bindungsstabil und entwicklungsförderlich erhalten bleiben. Schauen Sie als Trennungseltern, bei der gemeinsamen Wahl für das zukünftige Betreuungs- und Lebensmodell nicht nur nach vorne in die Zukunft, sondern blicken sie auch gemeinsam zurück auf vergangene Zeiten innerhalb der Familie und berücksichtigen sie dabei auch das alte Modell, welches Sie innerhalb ihres familiären Beziehungsgeflechtes vor der Trennung lebten. Angesicht der unterschiedlichen Altersgruppe von betroffenen Trennungskindern, liegt es uns jedoch sehr am Herzen, darauf hinzuweisen, dass kleinere Kinder wesentlich im Kontext Eltern-Kind-Bindung wechselmodelldavon profitieren, wenn die getrennt lebenden Eltern möglichst nur kurze Intervalle von Kontaktunterbrechungen zulassen. Der Erfolg oder auch Misserfolg von Bindungsprozessen zwischen Eltern und ihren Kindern findet laut Forschung bereits in den ersten Lebensjahren des Kindes statt.

Chance statt Last

Positiv: In Zeiten der modernen digitalen Welt stehen den getrennten Eltern in der Ausgestaltung der Kontaktpflege zwischen dem involvierten Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil ganz neue Möglichkeiten offen. Wir wissen heute um die positive Wirkung, den Kindern Geschichten und Märchen vorzulesen. So ein regelmäßiges Ritual kann durchaus auch über „Skype“ oder eine andere Videochat-Anwendungssoftware praktiziert werden. Sehen Sie die Ausgestaltung ihrer Nachtrennungsfamilie als Chance, statt als Last, so ergibt sich für alle Beteiligten ein ganz neuer, durchaus heilsamer Lebensraum mit Mehrwert.

Wir möchten Ihnen auf unseren folgenden Seiten das Konzept des PIANO-Elternnetzwerks vorstellen und Sie ein Stück mitnehmen in unser Alltagserleben innerhalb eines integrativen Wechselmodells sowie Ihnen unseren eigenen persönlichen Antrieb schildern und wie diese Projekt, rund um das Thema Wechselmodell, entstand.

Das Konzept des Vereins PIANO-Elternnetzwerk wird nur langfristig gelingen, wenn es Menschen gibt, welchen den Bedarf erkennen und fördern. Ich würde mich sehr freuen, Sie für unser Projekt gewinnen zu können.

Jenny Koetter,
Vereinsvorsitzende


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Zusammenfassung
Service-Leistung
Beratung und Unterstützung
Wir sind
PIANO-Elternnetzwerk
Tätigkeitsbereich
Wir betreuen bundesweit in Deutschland über das Medium Internet und örtlich in 26316 Varel / 26340 Zetel
Kurzbeschreibung
Der gemeinnützige Verein PIANO-Elternnetzwerk fördert Paritätsmodelle innerhalb von Nachtrennungsfamilien. Das 5-Säulen-Konzept umfasst, neben Hilfe zur Selbsthilfe, künstlerische sowie spielerische Angebote. Auch Kurse sollen langfristig angeboten werden. Der Auf- und Ausbau der Vereinsräumlichkeiten wird derzeit aktiv betrieben
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